Virtueller Vorsprung für den Außenseiter
Das Grundprinzip bei Handicap-Wetten besteht darin, das sportliche Kräfteverhältnis rechnerisch auszugleichen. Bei klassischen Drei-Weg-Märkten sind klare Favoritenquoten oft sehr niedrig angesetzt, beispielsweise bei 1,18 bis 1,35 für einen Heimsieg eines Spitzenreiters. Durch ein virtuelles Defizit von mindestens einem Tor (-1) oder zwei Toren (-2) muss das favorisierte Team diesen Rückstand erst wettmachen, bevor der Tipp als gewonnen gewertet wird.
Umgekehrt erhält der Außenseiter einen fiktiven Vorsprung (+1 oder +2 Tore), der dem realen Endergebnis nach Abpfiff hinzugerechnet wird. Endet die Partie mit einem knappen 1:0-Sieg des Favoriten, gewinnt bei einem Handicap von +1,5 für den Außenseiter dennoch die Außenseiterwette. Ähnlich wie bei Over-Under-Wettmärkten lässt sich damit die statistische Varianz gezielt für das eigene Risikomanagement nutzen.
